Neuraltherapie 2016-10-27T10:07:56+00:00

Neuraltherapie

„Letztendlich kann jedes Organ oder jeder Bezirk des Körpers zum Störfeld werden.“

Die Neuraltherapie ist ein regulationsmedizinisches Umstimmungsverfahren mittels Injektionen von Lokalanästhetika (vorzugsweise Procain, entdeckt 1905). Auch wenn das Procain ursprünglich vom Cocain abstammt, hat es durch eine winzige Veränderung im chemischen Aufbau keine suchtmachende Wirkung mehr!
Injektionen werden in der Neuraltherapie gesetzt

  • am Ort des Schmerzes oder der Erkrankung (z.B. mit sog. „Quaddeln“ am Kopf)
  • im dazugehörigen Körpersegment (z.B. Injektionen neben die Wirbelsäule nach MINK)
  • an entsprechende Nervenknoten (z.B. an das Kopfganglion Ganglion stellatum)
  • an Gefäße oder Nerven (z.B. an den Trigeminusnerv)
  • an Störfelder (z.B. auffällige Narben. vereiterte Zähne, Amalgambelastung)

Der Begriff Störfeld bedarf einer Erklärung: Letztendlich kann jedes Organ oder jeder Bezirk des Körpers zum Störfeld werden. Störfelder können immer dann entstehen, wenn der Zellstoffwechsel über eine längere Zeit überfordert wird (Streß) oder durch Einwirkung von außen (Operation, Verletzung). Dann „stört“ ein solcher Bereich das Zusammenspiel all der anderen Zellfunktionen und die Informationsweitergabe im Körper.
In der Computersprache würde man sagen, ein Virus ist im System. Der Organismus kann – ähnlich wie der Computer – erst einmal weiterarbeiten, das Störfeld kann nämlich lange kompensiert sein. Irgendwann ist jedoch diese Regulationsfähigkeit erschöpft und das System kippt. Dann reichen kleine Erkrankungen, ein Schnupfen z.B. und der Körper kommt danach einfach nicht wieder auf die Beine – ein chronischer Leidensweg beginnt. Wird hier an der Ursache vorbeitherapiert, gerät der Patient in eine Spirale. Wird das Störfeld mit Procain behandelt, erholen sich die Zellen in der Zeit der Anästhesie und können danach wieder besser funktionieren. Das dazugehörige Problem verbessert sich manchmal in Sekundenschnelle – man spricht dann vom sog. Sekundenphänomen. Zum Beispiel kann eine schmerzhafte Blockierung in der Lendenwirbelsäule durch Unterspritzen der Blinddarmnarbe sofort beseitigt werden. Damit ist der Weg frei, den entsprechenden Rückenschmerz dauerhaft loszuwerden. Solche Injektionen werden ca. 6 mal jeweils einmal pro Woche durchgeführt.